Herbst-Titelbild. Alte Windwurffläche- heute mit Forstkulturen bepflanzt

Atypische Gefahren


Die meisten atypischen Gefahren entstehen durch den Menschen. Neben Gefahren, wie Waldbrände können aber auch Gefahren aus der Waldbewirtschaftung entstehen. Obwohl das Betreten von Holzeinschlagflächen und Holzlagerstätten gesetzlich verboten ist, fragen sich viele warum. Vielen fehlt einfach der Grund, warum man sich nach dem Fällen nicht in den Gebieten aufhalten sollte ...

Auf dieser Seite gehe ich zunächst auf Waldbrände ein. Am Ende versuche ich anhand eines Beispiels zu erklären, warum Holzeinschlagflächen, Holzaufbereitungsflächen und Holzlagerstätten nicht betreten werden dürfen.


Gefahren durch Waldbrände


Auch bei uns in Deutschland kann es zu Waldbränden, Moorbränden oder auch Heidebränden kommen. Interessant ist, dass nur 3-10% der Waldbrände durch ein Naturereignis wie einen Blitzschlag hervorgerufen werden. Die meisten Brände entstehen durch Fahrlässigkeit oder durch Brandstiftung.
Als Hauptzeit für Waldbrände gilt die Sommerzeit. Nicht ohne Grund gibt es hierfür gesetzliche Verbote.


Im Landesforstgesetz NRW heißt es:

§ 47 (Fn 33) Landesforstgesetz - LFoG Waldgefährdung durch Feuer
(1) Im Wald oder in einem Abstand von weniger als einhundert Meter vom Waldrand ist außerhalb einer von der Forstbehörde errichteten oder genehmigten und entsprechend gekennzeichneten Anlage das Anzünden oder Unterhalten eines Feuers oder die Benutzung eines Grillgerätes sowie das Lagern von leicht entzündlichen Stoffen nicht zulässig. Die Forstbehörde kann auf Antrag eine Befreiung von dem Verbot erteilen.


Spezieller wird das, durch den §70 (Bußgeldvorschriften) des Landesforstgesetzes gezeigt:

Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

2. entgegen § 47 Abs. 1 im Wald oder in einem Abstand von weniger als einhundert Meter vom Waldrand außerhalb einer von der Forstbehörde errichteten oder genehmigten und entsprechend gekennzeichneten Anlage Feuer anzündet oder unterhält, ein Grillgerät benutzt oder leicht entzündliche Stoffe lagert, sofern nicht eine Befreiung von dem Verbot erteilt wurde,
3. entgegen § 47 Abs. 3 Satz 1 in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober im Wald raucht,
4. ein im Wald von ihm oder auf seine Veranlassung angezündetes Feuer unbeaufsichtigt lässt,
5. im Wald brennende oder glimmende Gegenstände fallen lässt, fortwirft oder unvorsichtig handhabt,

(3) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünfundzwanzigtausend Euro geahndet werden.


Hier sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Regelung von Bundesland zu Bundesland anders ist.


Nach dem Wissensstand des Autors sieht es in etwa so aus:

In den meisten Bundesländern ist vom 1. März bis zum 31. Oktober das Rauchen verboten.
In Sachsen-Anhalt gilt bereits vom 15. Februar bis 15. Oktober ein Rauchverbot.
In Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen herrscht ein ganzjähriges Rauchverbot.

Nach den Auszügen der Landesforstgesetze komme ich nun zu dem Waldbrand an sich.


Brandarten


Wenn es in einem Wald brennt, unterscheidet man folgende Brandarten:


Bodenfeuer

Bodenfeuer oder auch Lauffeuer genannt. Diese Feuer dürften die häufigste Art des Waldbrandes sein. Ausgelöst wird sie durch Zigaretten, Grillkohle oder andere glühende Gegenstände. Aber auch ein Pkw, der auf einer trockenen Wiese abgestellt wird, kann ein Feuer auslösen. Bei einem Pkw kann der heiße KAT ein Feuer auslösen


Kronen- und Vollfeuer

Gleichzeitiges Boden- und Kronenfeuer mit großer Hitzeentwicklung und Überspringen brandfreier Bereiche.


Erdfeuer/Moorfeuer

Seltener als die bisher beschriebenen Feuerarten, Entstehung aus Bodenfeuer überwiegend in Moorgebieten. Die Ausbreitung ist sehr langsam und kann sich auch unter der Erde ausbreiten. Da sich das Feuer unter der Erde ausbreitet, ist es von dem Wind unabhängig.


Stammfeuer

Stammfeuer sind seltener als Erdfeuer. Sie sind meistens auf Einzelstämme beschränkt. Hierbei sucht sich das Feuer meistens den Weg in hohlen Baumstämmen.


Flugfeuer

Flugfeuer entsteht aus Kronen- und Vollfeuer. Dabei sorgt stärkerer Winden für eine große Hitzeentwicklung mit Funkenflug. Die größte Gefahr besteht durch die Brandausdehnung und durch die Brandbeschleunigung, wenn sich Einzelfeuer zu einem Großfeuer ausbreiten.


Was begünstigt einen Waldbrand?


Oft begünstigen das Klima und das Wetter die Waldbrandgefahr.
Folgende Faktoren begünstigen die Gefährdung:




Aber auch welche Bäume im Wald wachsen, hat einen Einfluss auf Waldbrände. Hierbei haben Nadelbäume generell eine höhere Gefährdung als Laubbäume. Das liegt zum einem daran, dass in Nadelwäldern meist mehr brennbares Material (tote Äste) liegt, aber auch daran, dass die Baumabstände geringer sind als in Laubwäldern.


Aber auch die Jahreszeit begünstigt (schon wegen der Temperaturen) die Waldbrandgefahr. Hier noch eine kurze Aufstellung, wie hoch die Gefahren in den einzelnen Monaten sind.


Jahreszeitliche Gefährdungen



Vorbeugung


Zur Vorbeugung von Waldbränden sollte man Folgendes beachten:

  1. Es sollten keine offenen Feuer im Wald und auf Wiesen gemacht werden.
  2. Auf das Rauchen in Wäldern sollte verzichtet werden. Man sollte also mit Feuerzeugen, Streichhölzern und anderen Feuerquellen sehr vorsichtig umgehen.
  3. Es sollten keine brennenden Gegenstände aus den Fahrzeugen geworfen werden, wenn man durch ein Waldgebiet fährt.
  4. Bei der zuständigen Forstbehörde kann man sich erkundigen, wo es öffentliche Grillplätze und Feuerplätzen gibt.
  5. Man sollte keine leeren Glasflaschen und Müll in der Natur hinterlassen. (Aber als Geocacher sammelt man ja eh eher den Müll ein, schon wegen des CITO-Gedanken.)

Wie verhält man sich bei einem Waldbrand?


In jedem Fall sollte man die Feuerwehr unter der bekannten Notrufnummer 112 oder die Polizei unter 110 verständigen! Nach dem man die Angaben gemacht hat, sollte man auf jedem Fall noch auf Nachfragen oder Anweisungen der Leitstelle warten.


  1. Folgende Angaben sollten bei einer Brandmeldung gemacht werden:


  2. Möglichst genaue Ortsangabe.
  3. In manchen Waldgebieten gibt es ausgewiesene Notfallpunkte. Diese Punkte sind mit einer eindeutigen Erkennungsnummer versehen, welche den Rettungsdiensten bekannt sind. (Diese sind so ähnlich wie die einer Notrufsäule auf der Autobahn.) Ist dies nicht möglich, beschreibt man markante Geländepunkte, wie zum Beispiel einen außergewöhnlichen Baum, eine Waldwiese oder einen Felsen. Hier dürfte der Geocacher den Vorteil haben die genaue Adresse (Koordinate) zu kennen. Die Koordinaten sollten vorzugsweise in UTM gegeben werden, da die Feuerwehr selber ein auf UTM basierendes Raster verwendet.

  4. Ferner sollten noch folgende Angaben gemacht werden:

  5. Eine Angabe, was für ein Feuer vorhanden ist. Also Bodenfeuer, Vollfeuer, Erdfeuer ...
  6. Eine Angabe, welche Bäume (Nadelbäume, Laubbäume, ...) dort wachsen.
  7. Auch Angaben über die Windverhältnisse können für die Einsatzkräfte wichtig sein.
  8. Und natürlich sollte man auf jedem Fall angeben ob und natürlich, wie viele Menschen in Gefahr oder verletzt sind.

Wahrscheinlich fragt die Leitstelle noch nach dem eigenen Aufenthaltsort. Die Ortsangabe kann der Feuerwehr bei der Orientierung helfen. Vielleicht soll man dort noch auf das Eintreffen der Rettungskräfte warten, um diese einzuweisen.


Brandbekämpfung:


Eine Bekämpfung des Feuers sollte immer, gerade auch bei der Entstehung erfolgen. Da es meistens kein Wasser gibt, kann man wie folgt vorgehen:



Aber Achtung! Wenn es gelingen den Brand zu löschen, sollte man dennoch die Feuerwehr verständigen. Auch wenn ein Brand scheinbar gelöscht ist, kann er sich bis zu einer halben Stunde nach dem Löschen wieder - durch Glutnester - selbst entzünden.


Hinweis! Wie bei jeder Hilfeleistung zählt auch hier:

Eigensicherung und Leben gehen vor Sachwerten!

Dabei ist zu bedenken, wenn man sich vom Feuer entfernt, sollte man immer gegen den Wind laufen. In bergigen Gegenden sollte man bergab laufen.
Ferner sollte man darauf achten, dass man die Feuerwehr-Anfahrtswege frei hält!


Gefahren durch die Waldbewirtschaftung


Ein Grund, warum ich hier dieses Thema anschneide, liegt an einer Meinungsverschiedenheit mit einem Cache-Owner. Seiner Zeit suchte ich nach einem Cache in einem Wald, wo gerade etliche Bäume gefällt wurden. Die Dose fand ich recht schnell am Rand der Einschlagfläche. Da ich selber regelmäßig Kaminholz schneide und entsprechende Kurse belegt habe, machte ich mir bei der Suche zunächst keine Gedanken darüberHätte ich zugegebener Maßen auch vor den Kursen nicht gemacht, weil ich mir da noch keine Gedanken über die Gefahren gemacht habe. ;-D. Später kam mir aber die Erkenntnis, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht jeder Geocacher (Stadtkinder ;-D ) sich über die Gefahren in solchen Flächen bewusst ist. Daher machte ich einen hinweisenden Logeintrag. Daraufhin erhielt ich von dem Owner nicht nur eine E-Mail, die nicht gerade nett und uneinsichtig waren. Na gut, letztendlich schloss er für die Zeit der Aufbereitung des Holzes den Cache.


Aber dieses Beispiel zeigte ganz deutlich, wie wenig sich manche Geocacher auskennen (rechtlich) und sich auch über die Gefahren nicht bewusst sind (oder denen sie egal sind).
Dabei vergessen sie aber, dass gerade der Owner eines Cache eine begrenzte Verkehrssicherungspflicht hat. Um dieser Pflicht nachzukommen, muss er andere Geocacher auf mögliche Gefahren hinweisen und nötigenfalls MaßnahmenZum Beispiel eine vorübergehende Schließung. ergreifen.


Rechtlich gesehen


Als Waldnutzer darf man laut §14 Bundeswaldgesetz, auf eigene Gefahr, den Wald betreten. Ferner wird darauf hingewiesen, dass man mit Waldtypischen rechnen muss.
Das Fällen und Aufbereiten von Bäumen ist aber keine waldtypische Gefahr. Daher wäre dann eigentlich der Waldbesitzer, aufgrund der Verkehrssicherungspflicht, dafür verantwortlich, wenn es zu Schäden kommen würde. Aufgrund der Zumutbarkeit haben die meisten Länder von ihrem Recht Gebrauch gemacht und für solche Arbeiten weitere Einschränkungen zu der Betretungsfreiheit gemacht.
Im § 3 (Betretungsverbote) des Landesforstgesetz-NRW steht zum Beispiel, dass das Betreten auf Waldflächen die ordnungsgemäß gekennzeichnet sind oder Waldflächen auf denen Holz eingeschlagen oder aufbereitet wird, verboten ist.

Diese Gesetze bedeuten aber noch nicht, dass der Waldbesitzer gänzlich von seiner Verkehrssicherungspflicht befreit ist ...


Weswegen gilt auf solchen Flächen ein Betretungsverbot?


Das Verbot ist natürlich keine Willkür. Hier steht natürlich die Sicherheit für den Waldnutzer im Vordergrund.
Keiner wird auf die Idee kommen in ein Waldstück zu gehen, wo gerade Bäume gefällt werden. Jedem dürfte bewusst sein, das es gefährlich wird, wenn ein Baum umfällt. Auch kann man sich vorstellen, dass man mehr als ein paar blaue Flecken bekommt, wenn man von einem fallenden Baum getroffen wird. Wenn man aber versehentlich in einen Fäll-Bereich kommen sollte, begibt man sich am besten so weit wie möglich - etwa doppelte Entfernung, wie der Baum hoch ist - aus dem Bereich.

Aber nicht alle Gefahren sind nach dem Fällen ausgeschlossen. Hier gibt es dann dennoch einige Gefahren. Selbst Stunden und Tage nach dem Fällen kann immer noch Totholz aus den Wipfeln der benachbarten Bäume fallen. Dieses Totholz sind meistens abgestorbene oder abgebrochene Zweige, die sich beim Umkippen des Baumes in den Nachbarbäumen verfangen haben. Aber es können auch ganze Äste oder Stammteile sein, die in den Ästen der Nachbarbäume hängen bleiben.

Normalerweise schauen die Waldarbeiter noch genau nach solchen Gefahrenquellen und beseitigen die Baumteile aus den Nachbarbäumen (Verkehrssicherungspflicht). Aber wie es nun einmal im Wald so ist, kann man manchmal vor lauter Bäumen den Ast nicht mehr sehen. Und so kann es trotz größter Sorgfalt des Waldarbeiters vorkommen, dass einige Äste in den Wipfeln übersehen werden.
Neben Augenverletzungen, Kopfwunden, Schürfwunden und Platzwunden, kann es auch zu Knochenbrüchen kommen, wenn man durch solche Äste getroffen wird.

Aber nicht nur von herabfallenden Baumteilen gehen Gefahren aus. Oft gehen auch Gefahren von dem liegenden Bäumen aus. Meistens werden in einem Waldstück mehrere Bäume gefällt. Dann liegen zum Teil mehrere Wipfel übereinander und/oder ineinander verkeilt. Durch dieses übereinander Liegen und Verkeilen können recht hohe Spannungen in den Stämmen und Ästen auftreten. Da gehören Prellungen und Schürfwunden zu den kleineren Verletzungen, die man bekommen kann, wenn sich ein Stamm oder Ast aus der Spannung löst.

Im Kleinen kann man das ja einmal zuhause testen. Dazu kann man zum Beispiel ein 30-cm-Lineal nehmen. Das legt man sich auf den Oberschenkel und hält es an einer Seite fest. Die andere Seite hebt man ein paar Zentimeter an und lässt es dann los. Man wird es auf jedem Fall merken.

Bei einem Ast unter Spannung ist das nicht anderes. Nur hier ist zu einem der Ast/Stamm schwerer und die Spannungen wesentlich höher als bei dem Selbstversuch mit dem Lineal. Da kann es schon vorkommen, dass einen die Wucht des Aufschlags von den Beinen reißt. Auch Knochenbrüche, Platzwunden und Quetschungen können auftreten.

Ein weiter Gefahrenpunkt sind Holzlagerstellen (geschichtete Stämme am Wegesrand) sein. Diese bis zu 3 Meter hohen Holzstapel am Wegrand dienen der Holzzwischenlagerung. Von hier aus wird das Holz zeitnahe auf Lkw verladen, um es zum Beispiel zum Sägewerk zu bringen.
Normalerweise sind diese Stämme gesichert. Entweder liegen die Stämme zwischen zwei Bäumen oder es wird links und rechts vom Holzstoß ein Verbau/Stütze hergestellt, der das Wegrollen/Auseinanderrollen verhindert soll.

Diese Lagerstätten sind eindeutig forstliche Einrichtungen. Daher gilt für diese Stapel auch ein Betretungsverbot. Da gerade Kinder und aber auch manche Erwachsene sich gerne verleiten lass, wird so ein Holzstapel gerne zum Klettern missbraucht.

Aber dabei kann es zu weiteren Gefahren und Verletzungen kommen. Wenn man auf so einen Stapel - was ja lauter lose Baumstämme sind - klettert, können sich Stämme lösen und herunter rollen.
Wenn man dann selber vom Stapel fällt, kann es passieren, dass einer oder mehrere Stämme auf einen fallen oder rollen. Da können dann einige Kilogramm zusammenkommen. Wenn zum Beispiel ein 5m langer Buchenstamm mit 40cm Durchmesser auf jemanden fällt, wird man mal eben von rund 40kg0,4m*0,4m*Pi/4 *5m*1120kg/m^3
0,4m=Stammdurchmesser
5m=Stammlänge
1120kg/m^3 = mittleres Festmeter-Gewicht für waldfrische Buche

Hier habe ich nur das Stammgewicht angegeben.
Wer möchte, kann das genaue Gewicht über die Formeln der "schiefen Ebene" oder bei fallenden Stämmen mit der Formel des "Freien Fall" ausrechnen. Die Schräge dürfte etwa 45° haben und der Reibungswiderstand des Holzes liegt bei 0,64.
getroffen.
Wenn es gar mehrere Stämme sind, kann man sich sicher denken, dass es auch hier nur mit Glück bei Prellungen bleibt.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung


Hier noch einmal ein kleines Beispiel, um zu veranschaulichen, dass schon ein kleiner Ast einen körperlichen Schaden verursachen kann.

Nehmen wir an, dass der Geocacher (oder auch anderer Waldnutzer) durch eine Einschlagfläche spaziert. Während er durch diese Fläche läuft, löst sich ein Ast von nur 2,5 kg, und trifft ihn nach einem Fall von 20m am Kopf.




Sind es wirklich nur 2,5kg die Treffen?


Jetzt könnte man denken 2,5 kg ist doch kein Gewicht. Aber man darf dabei nicht übersehen, dass sich dieser Ast beim Fall beschleunigt und da durch mit einer höheren Kraft trifft.

Um dieses zu berechnen, nutzt man die Formeln des "Freien Fall" und ein wenig Kinetik/Dynamik.
Eigentlich ist der "Freie Fall" dafür gedacht, die Beschleunigung und Geschwindigkeit in einem Vakuum zu bestimmen. Aber man kann diese Berechnung auch in Erdnähe anwenden, da sich bei so geringen Höhen noch kein - oder kaum - Luftwiderstand aufbauen kann.

Um zu berechnen welche Krafteinwirkung auftritt benötigt man zunächst die Geschwindigkeit.
Nach etwas über 2 Sekunden und 20m freiem Fall beträgt die Geschwindigkeit 19,81m/s v= Wurzel aus (2×g×h)
Geschwindigkeit=Wurzel aus (2×9,81×20)= 19,81
g=Erdanziehung= 9,81m/s²
h= Fallhöhe=20m
.


Um jetzt die Kraft zu berechnen, benötigt man noch eine Kontaktzeit für den Aufprall. Diese Zeit muss deutlich unter 1 Sekunde liegen. Aufgrund des errechneten Bremsweges und der Verteilung der Kraft über den Kopf und die Wirbelsäule dürfte man mit etwa 0,26 Sekunden auf der sicheren Seite liegen.

Jetzt hat man alle Angaben um die Kraft zu berechnen.

Das kleine Stück Holz trieft den Geocacher also mit einer Kraft von etwa 190 kg*m/s² das entspricht 190 Newton beziehungsweise 19,4 kg (19,81*2,5) /0,26=190,48
(Geschwindigkeit *Gewicht in kg) /Kontaktzeit
(m/s*kg) / s =kg m/s²
Der Wert kgm/s² entspricht Newton, um diesen in Kg umzurechnen, teilt man diesen durch die Erdbeschleunigung (9,81 m/s²)
.


Wenn also dieses 2,5 kg leichte Stück Holz nach 20 Metern freien Fall auf den Geocacher trieft, wird dieser mit etwa 19,4 kg getroffen.
19,4 Kilogramm entsprechen etwas 1 ½ Kisten Wasser.

Diese Gewichtssteigerung sollte zeigen, dass schon ein kleines fallendes Stück Holz eine hohe Wirkung hat. Welche Verletzungen hierbei entstehen, hängt dann noch von der Größe der Fläche ab, mit der man getroffen wird. Hier kann man sagen, je kleiner die Fläche ist von der man getroffen wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für KnochenbrücheDie Bruchgrenze des Schädelbasisknochens liegt bei etwa 74N/mm². Größere Knochen brechen bei einer Gewichtskraft von 170kg (Quelle: Fachbuch).


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Zum Thema Waldbrand
Infoflyer vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katerstrophenschutz
Feuerwehr Leverkusen
Gefährdungskarte vom Deutschenwetterdienst
Infos der Seite waldwissen.net
Infos von Wikipedia

Gefahren aus der Waldbewirtschaftung
(pdf) der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung "Sichere Waldarbeit und Baumpflege"

Für das Beispiel:
Formelsammlung für diese und weitere Berechnungen



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