Herbst-Titelbild. Alte Windwurffläche- heute mit Forstkulturen bepflanzt

Geocaching mit Hund


Achtung! Im Folgenden Text spreche ich nur das Bundesrecht und das Landesrecht NRW an. Die Rechtslage kann sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Daher sollte man sich einmal mit der Rechtsprechung des Landes auseinandersetzen!


Hunde, die treuen Familienmitglieder, gehören oft mit zu den Cacher-Familien. Ich selber nehme auch gerne unseren Hund bei den Ausflügen mit, damit er auch mal raus kommt. Weswegen ich in den letzten Jahren schon drei Gespräche mit Jagdausübenden führen durfte.

Zwei der Jäger kamen direkt mit der Aussage, dass ich den Hund anleinen müsse, und ihn nicht frei auf dem Wirtschaftsweg laufen lassen darf. Obwohl er da nicht einmal den Versuch unternahm, irgendetwas zu jagen oder zu hetzen.
Der dritte Jäger war, wie ich fand, nett und hilfsbereit. Bei dieser Begegnung hatte ich schon ein schlechtes Gefühl. Da unser Hund auf einmal das Jagdfieber packte und kläffend in den Wald verschwand. Also wollte ich einen Bogen schlagen und ihn rufend und pfeifend zurückholen. Da Stand an der nächsten Wegkreuzung der Jäger mit geschulterter Flinte und seinem Münsterländer. Sch ..., dachte ich, jetzt gibt es Ärger. Aber nichts der gleichen. Er versuchte mir noch gute Tipps zum Wiedereinfangen zu geben, und wartete mit mir bis, sich unser Hund - netterweise - zu uns gesellte. Zum Abschluss bat er mich noch, das nächste Mal den Hund anzuleinen und wünschte mir noch einen schönen Tag ...

Aus diesem Grund gehe ich auch einmal kurz auf die vierbeinigen Familienmitglieder ein. Denn auch für den Vierbeiner gelten in der Natur Regeln. Damit diese Regeln eingehalten werden, sollte sich das Herrchen damit auch einmal befassen. Denn diese Regeln gelten auch dann, wenn man mal nicht auf der Schatzsuche ist. ;-D



Was sagt uns das Landeshundegesetz?


Es sagt uns, dass alle Hunde so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen sind, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.
Es gibt zwar eine allgemeine Anleinpflicht, welche aber meistens nur in der Ortschaft (Park, City) gültig ist. Hunde, die größer als 40 cm und schwerer als 20 kg sind, müssen auf allen öffentlichen Straßen und Plätzen angeleint werden. Auf ausgewiesenen Flächen kann aber auf die Leine verzichtet werden. Ob es noch weitere Einschränkungen mit dem Hund gibt, kann aber am Ordnungsamt der Gemeinde erfragen werden.

Für die so genannten "gefährlichen" Hunde bzw. Hunde bestimmter Rassen (entsprechend der Listen) gilt eine grundsätzliche Anlein- und Maulkorbpflicht. Dieses gilt demnach auch beim Spaziergang durch den Wald und durch die Landschaft.

Hier muss man sich aber im Klaren sein, das es auch "gefährliche" Hunde gibt, die nicht in Listen erfasst werden. Als gefährlich gelten bereits Hunde, die jemanden gefährdend angesprungen haben oder Wild hetzen (wildert). Und so kommen wir wieder in die Natur. Hier gilt, dass ein Jagdausübender wildernde Hunde abschießen darf.



Was bedeutet wildern?


Das ist recht schnell zusammen gefasst. Als wildernder Hund werden Hunde angesehen, die sich von seinem Herrchen entfernen um das Wild aufsuchen, es zu verfolgen oder um es zu reißen.
Hierzu sei angemerkt, dass die Jäger den Abschuss nur als letztes Mittel sehen. Viel eher versuchen sie, zunächst mit dem Hundehalter zu sprechen. Auch den Hund zu verscheuchen oder zu fangen, ist eine Maßnahme, die der Jäger zunächst in Erwägung zieht.

Entsprechend des Landesjagdgesetzes (§25 Abs.4 Punkt 2) ist das laufen lassen eines Hundes eine Ordnungswidrigkeit. Daher hat der Jagdberechtigte innerhalb seines Jagdbezirks das Recht den Hundehalter anhalten, die Personalien aufnehmen und diesen anzuzeigen.



Wo darf man seinen Hund laufen lassen?


Auf dem freien Feld gibt es in NRW kein Betretungsrecht. Aber entsprechend §49-LG hat man eine Betretungsbefugnis. Diese besagt:



In der freien Landschaft ist das Betreten der privaten Wege und Pfade, der Wirtschaftswege sowie der Feldraine, Böschungen, Öd- und Brachflächen und anderer landwirtschaftlich nicht genutzter Flächen zum Zwecke der Erholung auf eigene Gefahr gestattet, soweit sich nicht aus den Bestimmungen dieses Abschnitts oder aus anderen Rechtsvorschriften Abweichungen ergeben.

Und genau hier, und nur dort, dürfen Hunde auch ohne Leine laufen, sofern Tiere / Wild während der Setz- und Brutzeiten nicht gestört werden und die Erlaubnis des Eigentümers vorliegt. (§61 Abs1 Punkt 1 zu §39 Abs1Punkt 1 Bundesnaturschutzgesetz sowie §19a BJG)

Den Wald darf man gemäß § 2 LFoG (Zu § 14 Bundeswaldgesetz) zum Zwecke der Erholung und auf eigene Gefahr betreten. Im Wald dürfen Hunde außerhalb von Wegen nur angeleint mitgeführt werden.



Links zu dieser Seite


Durch das Anklicken des / der Links öffnet sich ein weiteres Fenster zu einer externen Webseite Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich."



Eine PDF des Kreishegering Coesfeld



Online seit dem

Zuletzt aktualisiert am