Herbst-Titelbild. Alte Windwurffläche- heute mit Forstkulturen bepflanzt

Jagdliche Einrichtungen


Ebenso, wie im Wald gibt es bei der Jagd Stellen, die man nicht betreten darf oder sollte. Neben den bereits in den forstlichen Einrichtungen- Forstkulturen, Dickungen - beschriebenen, gibt es aber auch typische Einrichtungen der Jagd. Hier versuche ich Begriffe zu beschreibe wie Ansitze, Kirrungen, Wildfütterungsstellen, Fallen, Äsungszonen und Ruhezonen und Wildäcker.

Zu nächst möchte ich aber noch einmal auf die gesetzlichen Verbote hinweisen. Diese sollten für jeden eigentlich ausreichen, um diese Flächen nicht zu betreten. Neben der Schutzfunktion hat das Gesetz aber auch die Sicherheit der Personen im Blick. Denn auch für die jagdlichen Einrichtungen gibt es berufsgenossenschaftliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen.
Ferner ist hier in NRW noch die "Landesjagdgesetzdurchführungsverordnung (DVO) LJG-NRW" zu nennen. Im Teil 2 dieser Verordnung werden in den Kapiteln 1 bis 3 viele Vorgaben für die Jäger gemacht, die sie bezüglich der Jagd und den jagdlichen Einrichtungen beachten müssen.

Neben diesen rechtlichen Vorgaben hat der Jäger aber sicher auch ein persönliches Interesse. In erster Linie sollten diese Interessen bei der Hege und Pflege liegen. Aufgrund dieser Pflege kann sich aber eine "Überbevölkerung" ergebene. Auf die Abschüsse, die sich daraus ergeben, gehe ich hier nicht ein. Über die Anzahl der zulässigen Tiere für ein Gebiet macht sich die untere Jagdbehörde ihre Gedanken und erstellt Abschusspläne.

Aber sicher spielen hier auch noch wirtschaftliche/finanzielle Interessen der Jäger eine Rolle, wenn sie gegen das Geocaching vorgehen.

Neben der Pacht für das Revier haben die jagdlichen Einrichtungen natürlich auch ihre Kosten.

Diese Kosten trägt in der Regel der Pächter.

Kosten entstehen hier durch die Errichtung der Einrichtungen (Ansitz, Fallen, ...) und natürlich auch durch die Futtermittel.
Ferner muss sich der Pächter für jede seiner Einrichtungen die Erlaubnis des Grundstückseigentümers besorgen-Genauso, wie wir Geocacher die Erlaubnis des Eigentümers für einen Cache brauchen.- und diese Einrichtungen der Jagdbehörde melden. Aber auch mit dem Ende des Pachtvertrages, sofern er nicht verlängert wird, entstehen weitere Kosten. Mit dem Ende des Pachtvertrages ist der Pächter verpflichtet, sofern der Nachfolger diese nicht übernimmt, diese Einrichtungen zu entsorgen. Sollte der Pächter dieses nach einer Zeitfrist nicht tun, kann der Eigentümer diese Einrichtungen auf Kosten des Pächters entfernen lassen.

Nach diesem kurzem Einblick über mögliche Konfliktpunkte, komme ich nun zu dem Thema dieser Seite. Im Folgenden kommen nun die Erklärungen und Informationen zu den jagdlichen Einrichtungen.


Der Ansitz/Hochsitz


HochsitzDer Hochsitz. Der bekannteste unter den jagdlichen Einrichtungen.Der Ansitz ist wohl eines der bekanntesten Gegenstände der Jagd.
Zu finden ist er an vielen Stellen. Dabei sind Waldränder, Feldgehölze, Wallhecken und Feldraine nur einige mögliche Stellen. Aber auch bei den nachfolgenden jagdlichen Einrichtungen sind sie sicherlich zu finden.

Der Hochsitz dient in erster Linie der Beobachtung und bietet Schutz vor Wind und Wetter. Zugleich bietet er auch eine Tarnung um nicht durch das WildWild: Als Wild gelten alle jagdbaren Tiere gemäß des §2 des Bundesjagdgesetzes. Es sind dort 48 Tiere gelistet. Die Länder können diese Listen erweitern. Folgende Tiere sind dort gelistet.

Haarwild:
Wisent (Bison bonasus L.), Elchwild (Alces alces L.),Rotwild (Cervus elaphus L.), Damwild (Dama dama L.), Sikawild (Cervus nippon TEMMINCK), Rehwild (Capreolus capreolus L.), Gamswild (Rupicapra rupicapra L.), Steinwild (Capra ibex L.), Muffelwild (Ovis ammon musimon PALLAS), Schwarzwild (Sus scrofa L.), Feldhase (Lepus europaeus PALLAS), Schneehase (Lepus timidus L.), Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus L.), Murmeltier (Marmota marmota L.), Wildkatze (Felis silvestris SCHREBER), Luchs (Lynx lynx L.), Fuchs (Vulpes vulpes L.), Steinmarder (Martes foina ERXLEBEN), Baummarder (Martes martes L.), Iltis (Mustela putorius L.),Hermelin (Mustela erminea L.), Mauswiesel (Mustela nivalis L.), Dachs (Meles meles L.), Fischotter (Lutra lutra L.), Seehund (Phoca vitulina L.);

Federwild:
Rebhuhn (Perdix perdix L.), Fasan (Phasianus colchicus L.), Wachtel (Coturnix coturnix L.), Auerwild (Tetrao urogallus L.), Birkwild (Lyrurus tetrix L.), Rackelwild (Lyrus tetrix x Tetrao urogallus), Haselwild (Tetrastes bonasia L.), Alpenschneehuhn (Lagopus mutus MONTIN), Wildtruthuhn (Meleagris gallopavo L.), Wildtauben (Columbidae), Höckerschwan (Cygnus olor GMEL.), Wildgänse (Gattungen Anser BRISSON und Branta SCOPOLI), Wildenten (Anatinae), Säger (Gattung Mergus L.), Waldschnepfe (Scolopax rusticola L.), Bläßhuhn (Fulica atra L.), Möwen (Laridae), Haubentaucher (Podiceps cristatus L.), Großtrappe (Otis tarda L.), Graureiher (Ardea cinerea L.), Greife (Accipitridae), Falken (Falconidae), Kolkrabe (Corvus corax L.)
entdeckt zu werden. Auf ihm verbringt der Jäger viele Stunden, um durch Beobachten festzustellen, wie sich der Tierbestand entwickelt und wie es sich verhält. Ferner wird er auch zur Jagd benutzt.

Die Kosten dieser jagdlichen Einrichtung richten sich nach der Bestimmung. Hier wird zwischen Niederwild und Hochwild unterschieden. Bei Niederwildrevieren reicht meistens eine Ansitzleiter mit Schirm (Dach). Der Preis von frei stehenden Leitern liegen bei rund 140€. Bei Baumleiter bis 3,60 m Höhe liegen die Kosten bei 180€. Leitern für die Drückjagd kosten etwa 170€. Bei einer Ausführung mit Schirm liegen die Kosten etwa 80€ höher.
Bei Hochsitzen liegen die Kosten eines offenen Ansitzes von 2 Meter Höhe bei rund 400€. Geschlossene Ansitze (wie in dem neben stehendem Bild) mit einer Höhe von 3 Metern liegen die Kosten bei stolzen 1000€. Wenn hier noch eine Schlafkanzel eingebaut wird, kostet es noch einmal 600€ mehr. Aber auch die Ausrüstungen mit Wärmedämmung/Schallschutz und mit Sitzpolster kosten noch einmal 200€ mehr.


Hier sollte jedem Geocacher klar sein, dass gerade an und in der Nähe von Hochsitzen kein Geocache liegen sollte.


Kirrungen


Kirrung Auch auf die Kirrung stößt man öfter.Öfter findet man in Wäldern auch Kirrungen. Fälschlicherweise werden diese oft mit Wildfütterungsstellen verwechselt. Kirrungen dienen viel eher dazu, das Wild durch das Auslegen von kleinen Futtermengen anzulocken um es zu Beobachten aber auch um es zu jagen. Dabei wird Schwarzwilddas Wildschwein, NiederwildWie Hasen und Kaninchen.Aber auch das Reh, zählt in Deutschland, als eintigstes Huftier(Schalenwild), zum Niederwild. aber auch Federwild Wie die Fasan, Rebhühner und Tauben. angelockt. Hauptaufgabe ist es, sich einen Überblick zu verschaffen, welches Wild dort verkehrt und wann es dort verkehrt. Dazu werden auch Fotofallen und Wilduhren angebracht, um die Gewohnheiten des Wildes festzuhalten.

Auch hier sollten wir Geocacher uns fernhalten, um nicht durch Geruchsbelästigungen oder Lärm das Wild zu verschrecken.


Wildfütterungsstellen


Wildfüterungsstelle Eine der wohl bekanntesten Formen.Eine Wildfütterung gibt es in dem Sinne eigentlich nicht. Laut dem Bundesjagdgesetz ist eine Wildfütterung nur in Notzeiten erlaubt. Diese Notzeiten sind hier aber nicht genau definiert. Wild darf erst dann gefüttert werden, wenn es dem Wild nicht mehr möglich ist, selber Futter zu finden. Das ist meistens dann, wenn eine geschlossene Schneedecke vorhanden ist, oder der Boden gefroren ist. Aber es können auch Notzeiten bei starker Trockenheit oder Überschwemmungen (Naturkatastrophen) auftreten. Eine weitere Notlage könnte der Ernteschock sein. Aber hierbei sind sich selbst die Jagdverbände nicht so recht einig, ob der ErnteschockErnteschock beschreibt den Zeitpunkt, wenn die Felder geerntet werden. Das bedeutet, dass dem Wild innerhalb kürzester Zeit, durch die Ernte, eine Nahrungsquelle geraubt wird. Die es unter Umständen nicht durch andere Pflanzen decken kann als Notzeit zu sehen ist.


Fasanebschütte


FasanenschütteEine Fasanenschütte Auch dieser begegnet man von Zeit zu Zeit. Auch wenn sie heute nicht mehr so oft verwendet werden, dienen die Fasanenschütten auch der Wildfütterung. Diese Fütterungsstellen sind, wie der Name schon sagt, für Fasanen gedacht.

Die Fasanenschütten werden an Plätzen angelegt, die auch bei Eis und Schnee noch ausreichend Schutz und Deckung bieten. Mögliche Plätze können Feldgehölze, Heckenstreifen, Schilfgürtel, Wildäcker oder Laubholzdickungen und Nadelholzdickungen sein. Bei dem Bau wird darauf geachtet, dass in der Nähe des Futterplatzes keine einzelnen Bäume oder Baumgruppen stehen, die als WarteAussichtspunkt für Greifvögel dienen. Ferner wird vermieden, dass an den Schütten keine viel besuchten Wege liegen, da es ansonsten zu Störungen kommen kann.

Gebaut werden die Fasanenschütten nach dem Grundsatz "oben dicht und unten licht". Oben bieten sie Schutz gegen Greifvögel und unten gibt es freie Sicht, damit der Fasan anschleichendes Raubwild frühzeitig erkennen kann. Auf die Schütte kommt ein Dach, was meistens aus Wellblechplatten besteht. Oft wird dieses Dach zur Tarnung noch durch Schilf oder Ähnliches abgedeckt. Das Dach hat neben der Schutzfunktion vor Greifvögeln auch die Aufgabe, das Futter vor Durchnässung zu schützen. Das ist wichtig, damit das Futter nicht vergammelt oder bei Frost anfriert.

Die Fütterung besteht aus Spreu oder KaffKaff enthält Spreu, zerschlagene Körner und Samen von Unkräutern. Zu dem Kaff werden/können Mais, Weizen und vielleicht auch Eicheln gemischt werden.. Die Streu und das Kaff werden verwendet, um den Fasan die Möglichkeit zum "Scharren" zu geben. Aber auch halbe Runkelrüben und Äpfel können die Futterstellen für die Fasanen interessanter machen. In "Notzeiten"Frost und Schnee wird die Fütterung noch gesteigert.

Ein Nachteil ist, dass Wanderratten durch das Futter angelockt werden. Das hat dann zur Folge, das RaubwildZum Beispiel der Fuchs oder Mader angelockt wird. Wegen dieser Nachteile werden heute meistens Futterautomaten aufgestellt.

Auch von den Wildfütterungsstellen sollten wir Geocacher uns fernhalten. Da an diese Stellen halt immer nur dann Futter liegt, wenn das Wild kein Fressen findet. Gerade in den Zeiten ist das Wild geschwächt.
Wenn es dann noch verschreckt oder gestört wird, kann es vielleicht diese Zeiten nicht mehr überstehen und schlimmsten Falls verenden.


Fallen


LebendfalleEine Lebendfalle für RaubwildAb und zu kann es vorkommen, dass man auf eine Falle stößt.
Es gibt zwei Arten von Fallen. Die erste Fallenart ist die Lebendfangfalle und die zweite Art ist die Totfangfalle. Die Bezeichnung der Fallen dürfte hier eindeutig sein. Bei der ersten Art soll das Wild lebend gefangen werden und die zweite Art soll schnell und zuverlässig Töten.
Zweck von Fallen ist der Fang von Raubwildz.B. Fuchs, Mader, Iltis .... Da diese Tiere meistens nachtaktiv sind, wird die Fangjagd meistens nachts ausgeübt.
Lebendfallen sind so ausgelegen, dass das gefangene Wild genügend Platz hat. Ferner dürfen diese Fallen keine gesundheitsschädlichen Materialien enthalten. Und es dürfen keine scharfen Kanten oder Ähnliches vorhanden sein an denen sich das Wild verletzen kann. Auch müssen diese Fallen so gebaut sein, dass das gefangene Wild im Dunkeln (beruhigt) ist. Die Lebendfangfalle muss einmal am Tag, durch den Jäger kontrolliert werden.
Vor der Verwendung von Totfangfallen soll das Raubwild vorher gelockt werden. Die Fallen selber müssen so geschaffen sein, dass sie nach dem Auslösen das Wild sofort tötet, damit es sich nicht quält. Alle Schlagfallenz.B. Bügelfallen müssen der Jagdbehörde gemeldet werden. Vor dem ersten Gebrauch und dann alle 5 Jahre müssen diese bei einer Prüfstelle geprüft werden. Jede Bügelfalle muss registriert werden und erhalt eine Nummer und ein Prüfzeichen.
Bei dem Errichten und Bestücken (Köder) der Fallen muss sichergestellt werden, dass geschützte Tiere und Wild nicht zu Schaden kommen. Das gleiche gilt auch für Tiere, die nicht aus Sicht des Jagdschutzes gefangen werden dürfen.

Wenn man als Geocacher oder anderer Naturnutzer auf eine Falle stößt, sollte man diese so belassen, wie man sie gefunden hat. Also nicht anfassen oder gar bewusst auslösen. Auch dann nicht, wenn einem die Tiere leidtun! Den gemäß des §55 Landesjagdgesetzes NW handelt man ordnungswidrig, wenn man absichtlich das berechtigte Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen oder Fangen von Wild behindert . Und kann gemäß des §56 Landesjagdgesetzes NW mit bis zu 5000 € Bußgeld geahndet werden.


Äsungszonen und Ruhezonen


Hinweisschild des HegeringesHinweisschild des Hegeringes.Diese Flächen können bei uns Geocachern zum Problem werden. Die meisten von uns werden sie auf dem ersten Blick gar nicht als diese erkennen können. Aber hier sollte man an den allgemeinen Grundsatz denken.
Er besagt, dass man die Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen nicht beeinträchtigt, und stört soll.
Wenn man sich also nicht sicher ist, ob man stört, sollte man davon ausgehen, dass man es tut.
Daher ist es umso wichtiger, dass man sich bei den entsprechenden bei Jägern oder Förstern informiert!

RotwildherdeEine Rotwildherde im Wildpark Dülmen.Aber nun zu den Beschreibungen.
Äsungsflächen sind Flächen, an denen das Wild bleibt, um zu fressen. Das können Waldwiesen, Feldraine aber auch, oder gerade, Wildäcker sein. An diesen Stellen findet sich das Wild ein, um Nahrung aufzunehmen. Meistens sind es unproblematische Stellen. Oder Stellen, die durch die Jäger speziell angelegt wurden. Kommt es hier nun zu vermehrter Störung, kann es vorkommen, dass das Wild abzieht, um sich neue Futterstellen zu suchen. Oft geht dann das Wild in Waldbereiche oder landwirtschaftlich genutzte Fläche, wo sie was zu fressen finden. Im Wald findet man sie dann in Forstkulturen und Dickungen. Dort kommt es dann zu Verbiss und Schälungen, was Bäume und Pflanzen schädigt oder absterben lässt.

Verbiss ist das fressen von Knospen, Blättern und Ästen. Dieses Anfressen kann zu Wachstumsverzögerungen, Schiefwuchs oder gar zum Absterben der Pflanzen führen.
Schälungen werden überwiegend durch Rotwild und anderen Hirscharten verursacht. Ursachen für die Schälung sind meistens Stress durch Störungen oder aufgrund von Nahrungsmangel. Bei der Schälung werden aus der Rinde des Baums kleinere Stücke aber auch ganze Streifen der Rinde abgenagt. Wenn die Schäden nicht rund um den ganzen Stamm gehen, kann der Baum durch Überwucherung mit Rinde den Schaden bedecken. Wenn aber die Rinde rund um diesen Baum fehlt, führt dieses zum Absterben des Baumes. Und da das Rotwild in Gruppenanders als das Reh zusammenlebt, wird es sicherlich nicht nur bei einem Baum bleiben, sondern es werden sicherlich mehrere Bäume betroffen sein.

So kann für den Waldbesitzer durch Verbiss und Schälung ein hoher Schaden entstehen. Diese Schäden kann sich der Waldbesitzer, nach dem Erstellen eines forstlichen Gutachtens, gemäß des §29 BJagdG durch die Jagdgenossenschaft ersetzen lassen.

Hier möchte ich aber einmal vermuten, dass wenn nachweislich ein Geocache für den Schaden verantwortlich gemacht werden kann, sich die Jagdgenossenschaft vertrauensvoll an den Cacheowner wenden wird...


Hinweisschild des HegeringesEin Hinweisschild des Hegeringes.Wildruhezonen liegen oft in der Nähe von Äsungsflächen. Beziehungsweise die Äsungszone befinde sich in den Wildruhezonen. Wildruhezonen sind Bereiche in den sich das Wild zurückzieht. Dort ruht das Wild und kann seine sozialen Kontakte in der Gruppe pflegen. Ferner kann es hier seinen Energiebedarf reduziert um sich zu stärken.
Kommt es aber zu Störungen innerhalb dieser Bereiche, steigt der Energiebedarf um 130% bis 210% an. Dieser erhöhte Energiebedarf wirkt sich entsprechend aus. Das Wild muss sich erneut auf Nahrungssuche begeben. In den Winterzeiten kann es zu einem Futtermangel kommen, mit den Folgen die ich bereits im Abschnitt über Wildfütterung genannt habe. Aber auch Verbiss und Schälung können dadurch gefördert werden.

Wildruhezonen werden oft ausgewiesen. Hierzu werden, in Absprache mit Eigentümern und Jägern, Bereiche festgelegt. Diese Bereiche haben eine Größe von 50 ha bis 200 ha. Bei der Ausweisung dieser Flächen wird darauf geachtet, dass das Wild genug Äsungsfläche und Deckung findet.
In den ausgewiesenen Zonen gelten ein Betretungsverbot und eine Wegepflicht!


Wildäcker


herbstlicher WildackerEin herbstlicher Wildacker zwischen einem Waldrand und einem Feldrand.Wie die zuvor beschriebenen jagdlichen Einrichtungen dienen Wildäcker dem Wildschutz. Aber auch hier gibt es Unterschiede, die ich hier zunächst nicht weiter ausführe. Bei Wildäckern unterscheidet man zwischen dauergrünen Äsungsflächen und den Wildäckern.

Der Unterschied liegt hier in der Aussaat, da auf dauergrünen Äsungsflächen bestimmte Pflanzen nicht angepflanzt werden dürfen. Auch ist es in Rotwildrevieren nicht erlaubt Kirrung für Schwarzwild (Wildschweine) anzulegen, um diese dort zu jagen.
Wildäcker können sich überall in Wald und Flur befinden. Oft findet man sie auf BrachlandLand, was länger als 3 Jahre ungenutzt ist, unter Hochspannungsleitungen, aber auch an Waldränder und Feldrändern. Aber auch auf Flächen, die sich für die landwirtschaftliche Nutzung nicht eignen, weil diese zu kleine Flächen haben.

Das Aussehen dieser Flächen ist auch sehr unterschiedlich. Den Unterschied macht hier die Aussaat. Man kann sagen, dass es für jeden Zweck eine eigene spezielle Mischung gibt. So gibt es spezielle Saaten für die Jahreiszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Aber auch spezielle Saaten für Niederwild, Hochwild und Vögel. Aber auch einfache Blumenwiesen oder Kleewiesen. Wie gesagt, liegen die Unterschiede an der Aussaat. Hier gibt es verschiedene Mischungen aus Gräsern, Klee, Getreide, Rüben, Blumen und Kräutern. Und natürlich haben diese Saaten auch ihren Preis. Je nach Mischung liegen die Kosten für die Saat zwischen 70€ und 180€ pro HektarHektar= ha; 1ha=100m*100m . Zu diesen Kosten kommen noch die Kosten für die Bearbeitungen der Fläche wie das Pflügen und Grubbern und die Pflege. Das heißt, dass sie auch man gemäht werden müssen oder dass dort etwas Saat erneut eingearbeitet wird um es den unerwünschten Pflanzen ("Unkräuter") schwerer zu machen sich dort anzusiedeln.

Optisch gesehen gleichen sie meist Wiesen, Blumenwiesen oder auch einfach einer Grünfläche. Das Erkennen dieser Flächen, als solche, kann sich für den Ungeübten manchmal als schwer erweisen. Aber oft finden sich an solchen Flächen Ansitze, die wohl ein deutliches Zeichen sind.
Wie im Abschnitt der Ansitze geschrieben, dienen diese primär der Wildbeobachtung und sind von hoher jagdlicher Bedeutung.

Daher sollten wir Geocacher es uns zweimal überlegen, dort einen Cache zu verstecken, weil dadurch Probleme mit dem Jagdausübenden vorprogrammiert sind.


Das Fazit


Rechtlich gesehen bedarf es einer Genehmigung des Eigentümers und / oder des Pächters, einen Cache zu verstecken.

Also tut es.

Wenn ihr nicht wisst, wem das Grundstück gehört, wendet euch an den nächsten Landwirt, der weiß sicherlich, wem das Grundstück gehört. Auch die Forstämter, örtliche Hegeringe und Kreishegeringe verfügen über Informationen, wer hier Ansprechpartner sein kann.

In manchen Gegenden, wie dem Münsterland, gibt es viele private Waldbesitzer. Wenn ihr euch nicht sicher seit wem der Wald gehört, wendet euch an den Revierförstern der Forstbehörde. Er hat dort zwar meistens nur beratende Funktion, kennt aber die Revierförster des WaldbauersBesitzer von privaten Wäldern und kann mit Sicherheit die zuständigen Personen benennen und vielleicht auch vermitteln.


Links zu dieser Seite


Durch das Anklicken des / der Links öffnet sich ein weiteres Fenster zu einer externen Webseite Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich."


Verordnung zur Durchführung des Landesjagdgesetzes (Landesjagdgesetzdurchführungsverordnung - DVO LJG-NRW)



Online seit dem

Zuletzt aktualisiert am