Herbst-Titelbild. Alte Windwurffläche- heute mit Forstkulturen bepflanzt

Recht und Jagd


Hier habe ich nun alle Gesetze aufgelistet, die öfter im Zusammenhang mit der Jagd fallen.
Soweit möglich habe ich das Bundesjagdgesetz dem Landesjagtgesetz-NRW in einer Tabelle gegenübergestellt.

Am Ende dieser Seite findet ihr die ungekürzten Fassungen des Bundesjagdgesetz und des Landesjagdgesetz NRW.


Hier habe ich nun alle Gesetze aufgelistet, die öfter im Zusammenhang mit der Jagd fallen. Soweit mölich habe ich das Bundesjagdgesetz dem Landesjagdgesetz-NRW in einer Tabelle gegenübergestellt. Am Ende dieser Seite findet ihr die ungekürzten Fassungen des Bundesjagdgesetzes und des Landesjagdgesetzes NRW.



Bundesjagdgesetz




Verboten ist


  • § 19a Beunruhigen von Wild

    Verboten ist, Wild, insbesondere soweit es in seinem Bestand gefährdet oder bedroht ist, unbefugt an seinen Zuflucht-, Nist-, Brut- oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören. Die Länder können für bestimmtes Wild Ausnahmen zulassen.


Landesjagdgesetz NW


  • § 25 Inhalt des Jagdschutzes (Zu §§ 23, 28 Abs. 5 BJG)

    (4) Die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen sind befugt,

    2. wildernde Hunde und Katzen abzuschießen. Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen, und Katzen, die im Jagdbezirk in einer Entfernung von mehr als 200 m vom nächsten Haus angetroffen werden. Die Befugnis erstreckt sich nicht auf solche Hunde und Katzen, die sich in Fallen gefangen haben, es sei denn, die unverzügliche Tötung ist aus Gründen des Tierschutzes geboten. Sie gilt auch nicht gegenüber Hirten-, Jagd-, Blinden- und Polizeihunden, soweit sie als solche kenntlich sind und solange sie von dem Berechtigten zum Dienst verwandt werden oder sich aus Anlaß des Dienstes vorübergehend der Einwirkung ihres Führers entzogen haben.

Busgeldvorschriften (Owi und Straftaten)


  • § 55 (Fn 12) Bußgeldvorschriften

    (1) Ordnungswidrig handelt, wer
    1. absichtlich das berechtigte Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen oder Fangen von Wild behindert,

    (2) Ordnungswidrig handelt ferner, wer vorsätzlich oder fahrlässig
    8. Hunde oder Katzen, die ihm gehören oder seiner Aufsicht unterstehen, in einem Jagdbezirk unbeaufsichtigt laufen läßt,
    9. gegen eine auf Grund dieses Gesetzes erlassene Rechtsverordnung verstößt, sofern die Rechtsverordnung für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist.


Vielleicht wundert es jetzt jemanden, dass ich hier nur ein Bundesgesetz und zwei Landesgesetze gefunden habe. Aber dafür gibt es eine Erklärung. Das Jagdgesetz ist für die Jägerschaft bestimmt und macht denen Vorgaben zu ihrer Tätigkeit.


Was das nun mit dem Geocaching zu tun hat, ist eigentlich einleuchtend.
Neben der Jagd hat der Jagdpächter auch eine Vielzahl von anderen Aufgaben. Zu diesen Aufgaben gehören natürlich die Hege und Pflege des Wildes und dessen Lebensraum. Um diese Aufgabe zu erfüllen, muss er sich entsprechend an die Waldgesetze und Landschaftsgesetze halten.
Da der Jäger in seinem Jagdbereich hoheitliche Aufgaben (Wildschutz) übernimmt, ist er auch dafür zuständig, dass den Gesetzen entsprochen wird. Das bedeutet, dass er bei Verstößen gegen das Jagdrecht diese auch aufnehmen und den Behörden weiter geben kann/muss. Dieses Recht betrifft aber nur Störungen des Wildschutzes und Jagdrecht. Andere Verstöße kann er nicht verfolgen. Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zum Förster, dieser hat in seinem Revier mehr Möglichkeiten, da er waldpolizeiliche Aufgaben übernimmt. Der Jäger hingegen ist wie jeder andere Bürger an das BGB gebunden.


Damit schließt sich dann wieder der Kreis. Klar dürfte sein, dass es nicht der böse Jäger ist, der den Geocacher ärgern will. Vielmehr ist er die Person, die versucht in ihren Dienstbezirk seine Aufgabe (Jagdschutz) gerecht zu werden.
Bei so vielen Vorschriften und Kosten, an die der Jäger gebunden ist, ist es sicherlich verständlich, wenn es zu Konflikten mit Geocachern kommt, wenn ein Geocacher wieder einmal ein Cache ohne Erlaubnis Hierbei ist anzumerken, dass die Erlaubnis durch den Besitzer gegeben werden muss.
Eine alleinige Absprache mit dem Jäger reicht meistens nicht aus, da er in den meisten Fällen selber nur Pächter und nicht der Eigentümer ist.
Dennoch ist aber ratsam - vielleicht mit dem Eigentümer zusammen - sich mit dem Jäger abzusprechen.
gelegt hat, der dann so unpassend liegt, dass der Jäger handeln muss.
Das liegt dann aber weniger an dem Jäger. Sondern eher an den Geocacher der lieber seinem Hobby nachgeht und sich zu wenig mit dem Drumherum beschäftigt hat.




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