Herbst-Titelbild. Alte Windwurffläche- heute mit Forstkulturen bepflanzt

Typische Gefahr


Typische Gefahr können mögliche Verletzungen durch Stürze- wegen des unebenen Untergrundes - oder durch herabfallende Äste sein. Es kann aber auch zu Vergiftungen durch Pilze und Pflanzen kommen.
Zum Teil sind für die typischen Gefahren aber auch Tiere verantwortlich.

Zu diesen typischen Gefahren, die durch Tiere verursacht oder hervorgerufen werden, gehören der Fuchsbandwurm, die Tollwut, die Zecke und der Eichenprozessionsspinner. Diese Gefahren werde ich hier nur kurz zusammenfassen. Am Ende der Seite findet ihr Links, wo ihr euch weiter informieren könnt.


Der Fuchsbandwurm


Der FuchsbandwurmLateinisch: Echinococcus multilocularis lebt normalerweise im Darm seiner natürlichen Wirte. Diese Wirte können Füchse und Hunde sein. Für diese Tiere ist der Fuchsbandwurm meistens unschädlich.

Mit dem Kot dieser Tiere können aber nun die Eier des Fuchsbandwurms ins Freie gelangen. Dadurch ist eine Gefährdung auch für den Menschen möglich. Der Mensch kann sich mit dem Fuchsbandwurm infizieren durch engen Kontakt mit Hunden oder wenn er ungewaschene Waldfrüchte isst.

Wenn der Mensch zum Beispiel durch das Essen von Waldfrüchten den Fuchsbandwurm aufnimmt, können sich die Bandwurmlarven (Finnen) in der Leber, der Lunge oder dem Gehirn absetzen. Von dort kann der Fuchsbandwurm vielen Jahren unbemerkt die Organe befallen. Eine Diagnose ist schwierig und eine Impfung gegen den Erreger existiert nicht. Die Infektion mit dem Fuchsbandwurm gilt immer als lebensgefährlich. Die Infektion ist nur durch einen Antikörpernachweis des Blutes möglich.

Das Krankheitsbild ähnelt einem bösartigen streuenden Tumor. Wenn der Parasit nicht frühzeitig entdeckt wird, kann die Infektion innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren zum Tod führen. Meisten sterben die Betroffenen an Leberversagen. Wenn der Parasit rechtzeitig entdeckt wird, besteht die Möglichkeit einer Behandlung durch eine Operation oder durch eine jahrelange Einnahme von Anti-Wurm-Medikamenten.


Tollwut


Auch wenn Deutschland seit 2008, nach einer großflächigen Impfung, als tollwutfrei gilt, kann es immer noch zu einer Ansteckung kommen. Als Hauptüberträger des Virus gelten Hunde und Füchse. Aber auch Katzen, Dachse, Wölfe, Frettchen und Fledermäuse können diese Krankheit übertragen.

Seit vielen Jahrhunderten ist die Krankheit bekannt. Die meisten Warmblüter - wozu auch der Mensch zählt - können sich mit der Virusinfektion anstecken. Diese Infektion kann eine Gehirnhautentzündung verursachen. Wenn man nicht im Voraus eine Impfung erhalten hat, oder nach einer Ansteckung keine entsprechenden Maßnahmen getroffen werden, verläuft die Krankheit in den meisten Fällen tödlich, da es bis heute kein Mittel gegen die Tollwut gibt. Hierbei ist zu erwähnen, dass der letzte Fall von Tollwut in Deutschland an einem Mann im Jahr 2007 gemeldet wurde, der sich durch einen Hundebiss in Marokko angesteckt hat.

Der Virus wird durch den Speichel eines tollwütigen Tieres übertragen. Meistens erfolgt die Infektion durch Bisse oder Kratzwunden. Sie kann aber auch durch den Kontakt des Speichels mit den Schleimhäuten übertragen werden. Je nach Lage des Infektionsherdes gelangt der Virus mal mehr oder weniger schnell zum Gehirn. Bei einem Biss direkt in die Adern erreicht der Virus am Schnellsten das Gehirn. Bei Kratzern oder Kontakt mit den Schleimhäuten vermehrt sich der Virus erst einmal bei der Verletzung und gelangt dann über die Nervenbahnen zum Gehirn.

Eine Impfung ist nur in der Frühphase möglich. Für den Fall, dass das Virus das Gehirn erreichen sollte, ist eine Impfung nicht mehr möglich.
Der Ausbruch der Erkrankung kann durch eine rechtzeitige Impfung Louis Pasteur entdeckte bereits 1885 die erste Tollwut-Impfung. Sie enthielt eine abgeschwächte Form des Erregers der Tollwut. Am 6. Juli 1885 wurde Joseph Meister, der von einem tollwütigen Hund gebissen worden war, als erster Mensch erfolgreich mit dieser Impfung gerettet. verhindert werden.

Der Krankheitsverlauf nach einem unbehandelten Biss in Arme oder Beine kann etwa so aussehen. Anfänglich kommt es häufig zu Schmerzen und Gefühlsverlust der Haut an den betroffenen Körperstellen. Später kommt es mit der Ausbreitung der Erkrankung zu Lähmungen, Angst, Verwirrtheit und Aufregung. Letztendlich kommen noch Delirium, anormales Verhalten, Halluzinationen und Schlaflosigkeit hinzu.

Um eine Infektion mit Tollwut zu vermeiden, sollte niemals ein aufgefundenes Tier angefasst werden! Zu einer Infektion kann es durch Biss, Lecken oder Kratzen eines Tieres kommen. Auch Impfköder dürfen nicht angefasst werden!


Zecken


Die ZeckeIxodida gehört zu der Klasse der Spinnentiere/Milben. Sie lebt in Gräsern und Sträuchern und kommen bis zu einer Höhe von 1,50 Metern vor. Die Hauptzeiten der Zecken sind von März bis Oktober, können aber in milden Wintern auch ganzjährlich auftreten. Am häufigsten findet man sie in den Monaten Mai/Juni und September/Oktober.

Die Zecke gilt als Überträger von verschiedenen Krankheiten. Die bekanntesten Krankheiten sind zum einem die Virusinfektion FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), die zu einer Hirnhautentzündung oder Gehirnentzündung führt und tödlich enden kann.
Aber auch die bakterielle Erkrankung Borreliose. Dabei können Bakterien die Organe/Gewebe, Gelenke aber auch das Nervensystem befallen.
Neben diesen Erkrankungen gibt es rund 50 weitere Krankheiten, die durch eine Zecke übertragen werden können.

Entgegen der weitläufigen Meinung lassen sich Zecken nicht auf ihre Opfer fallen. Sie sitzen vielmehr in Gräsern und Büschen und warten, bis jemand vorbeikommt und sie abstreift. Nachdem sie zum Beispiel auf der Kleidung sitzen, beginnen sie mit der Suche nach einem geeigneten Platz. Die Suche kann einige Stunden dauern, bis sie die passende Stelle findet. Meistens sucht sich die Zecke warme Stellen am Körper, wo die Haut dünn und haarig ist. Wenn die Zecke die passende Stelle gefunden hat, ritzt sie zunächst die Haut auf. Anschließend sticht sie mit ihrem Saugrüssel in das Gewebe. Durch kleine Widerhaken am Stechapparat verankert sie sich zu nächst. Ferner bilden sie eine Art Klebstoff, mit dem sie sich zusätzlich an ihr Opfer festklebt. Wenn sich die Zecke an ihr Opfer geheftet hat, beginnt sie Blut zu saugen.
Mit dem Vorgang des Blutsaugens besteht die Möglichkeit, dass man sich mit FSME oder Borreliose ansteckt. Nach dem sich die Zecke satt gegessen hat, lässt sie sich dann wieder fallen. Nach einigen wissenschaftlichen Studien benötigt eine Zecke dann für etwa 10 Jahre keine Nahrung mehr.


FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)


Bereits mit dem ersten Kontakt besteht die Gefahr, sich mit dem FSME-Virus anzustecken. Hier gilt, dass die Gefahr sich an FSME zu infizieren größer wird, je länger die Zecke Blut saugen kann.

Die Ansteckung kann deswegen so schnell erfolgen, weil sich die Viren in der Speicheldrüse der Zecke befinden. Die Merkmale der Infektion ähneln der einer Grippe. Sie äußert sich in Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Wenn man Glück hat, ist damit die Infektion überstanden. Im schlimmsten Fall wird das Nervensystem befallen. Zu der Erkrankung kommen noch Fieber, starke Kopfschmerzen und häufig ein steifer Nacken.
Schlimmer wird es, wenn die FSME eine Gehirnentzündung verursacht. Dabei wird nicht nur die Hirnhaut, sondern das ganze Gehirn von der Erkrankung betroffen. Folgen können dann Bewusstseinsstörungen, Sprachstörungen, Schluckstörungen sowie psychischen Veränderungen oder Lähmungen am Körper.
Für diese Erkrankung gibt es bis heute keine Behandlung. Hier versucht man, die Symptome - wie zum Beispiel Schmerzen und Fieber - zu mindern. Bei 1/10 bis 1/5 der erkrankten Personen kann es zu längeren oder bleibenden neurologischen Schäden kommen.

Die einzige Möglichkeit sich vor der Erkrankung zu schützen besteht in einer vorsorglichen Impfung.
Die Gesundheitsbehörde empfiehlt, dass sich jeder impfen lässt, der in Risikogebieten wohnt, dort Urlaub macht oder der sich in diesen Gebieten regelmäßig in der Natur aufhält. Für alle die in einem Risikogebiet wohnen übernehmen die Krankenkassen die Kosten der ImpfungBei einer FSME-Impfung werden abgetötete FSME-Viren in den Körper gespritzt.
Das Immunsystem produziert daraufhin Antikörper (Abwehrstoffe). Diese Antikörper können dann den FSME-Virus erkennen und dann an sich binden. Wenn man dann also von einer Zecke gestochen wird, erkennen die Antikörper den Virus. Es werden dann vermehrt Antikörper gebildet die den Virus Angreifen und zerstören.


Borreliose


Seit dem Ende des 19. Jahrhundert kennt man bereits die Krankheit. Auch wurde schon da entdeckt, dass sie durch Bakterien verursacht wird und von Zecken übertragen wird.
Die Krankheitserreger (Borrelien) leben im Darm der Zecken. Bis man sich allerdings mit dem Bakterium ansteckt, können einige Stunden vergehen.

Daher ist es wichtig, dass man die Zecken so schnell wie möglich entfernt. Man muss wissen, dass unser Körper gegen Borreliose keine Abwehrstoffe bilden kann und dass es keine Impfung gibt. Die einzige Möglichkeit ist eine Behandlung mit Antibiotika.

Viele Symptome der Erkrankung werden auch bei anderen Krankheiten beobachtet. Das macht es schwierig, eine Borreliose zu diagnostizieren. Der Nachweis über die Erkrankung ist nur durch einen Bluttest möglich.
Eines der bekanntesten Symptome bei einer Borreliose ist die ringförmige Hautrötung, die einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich rund um die Einstichstelle auftreten können. Diese ringförmige Hautrötung (Wanderröte) muss aber nicht bei allen Borreliose-Patienten auftreten.
Wenn man sich mit Borreliose ansteckt, gibt es drei Erkrankungsstufen. Die sogar gleichzeitig auftreten können.

Im frühen Stadium einer Borreliose werden neben der Wanderröte auch Treten auch Abgeschlagenheit, Fieber- und Kopfschmerzen auf.

Im zweiten Stadium der Erkrankung können Hirnhautentzündung, starke Schmerzen und Herzproblemen auftreten. Zeitweise wird auch bei der Borreliose eine Gesichtslähmung beobachtet. Bis zu diesem Punkt ist die Behandlung noch mit Antibiotika problemlos möglich.

Im chronischen Spätstadium treten dann häufig im Bindegewebe der Gelenk Entzündungen auf, die von Gelenk zu Gelenk springen können. An diesen Stellen können die Krankheitserreger sich über einige Jahre hinweg festsetzen. Dadurch ist es möglich, dass es immer wieder zu einem Ausbruch der Krankheit kommen kann. Das Festsetzen der Bakterien in dem Gewebe macht eine Behandlung schwer, da das Gewebe nur schlecht durchblutet wird.


Da man sich nicht immer gegen einen Zeckenstich schützen kann, empfind es sich die Bereiche zu meiden, wo es Zecken gibt. Da man aber gerade als Geocacher öfter in solche Bereiche vorstößt, sollten einige Punkte beachtet werden.


  1. Es ist zu empfehlen, lange und geschlossene Kleidung zu tragen. Ferner ist helle Kleidung empfehlenswert, da man auf ihr schneller die Zecken entdecken kann.

  2. Nach dem man sich in Gras und Buschbereichen aufgehalten hat, sollte man sich selber nach Zecken absuchen. Besonders sollten Arme, Kniekehlen, Hals, Kopf und der Schritt untersucht werden, da dieses die häufigsten Stellen sind, wo sich Zecken festsetzen.
    Wenn man eine Zecke findet, sollte man die Suche nicht beenden, da sich womöglich noch weitere Zecken einen Platz suchen.

  3. Nach dem Fund sollte die Zecke so schnell wie möglich entfernen werden. Hierzu sollten geeignete Werkzeuge genutzt werden. Diese Werkzeuge sind Pinzetten, Zeckenzangen und Zeckenschablonen. Auf die alten Hausmittel wie Öl, Benzin oder Nagellackentferner sollte verzichtet werden. Sie sind zwar wirksam, können aber die Gefahr der Ansteckung an Borreliose erhöhen, da die Zecke im Todeskampf den Darm entleert, wo sich die Bakterien befinden.

  4. Nach der erfolgreichen Entfernung der Zecke sollte die Stelle mit jodhaltigen Salben oder Alkohol desinfiziert werden.
    Aber auch nach der Entfernung sollte die Stelle noch weiter beobachtet werden. Wenn sich die Rötung ausbreitet, die Stelle anschwillt, schmerzt, heiß wird und pocht, oder wenn es nach dem Stich zu Fieber kommt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.



Eichenprozessionsspinner


Der Eichen-ProzessionsspinnerThaumetopoea processionea ist ein Schmetterling. Von dem Schmetterling selber geht die Gefahr aber nicht aus. Vielmehr sind es die Raupen des Schmetterlings die zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung kommen kann.

Der Eichen-Prozessionsspinner bevorzugt Wälder, wo Eichen wachsen. Er ist aber auch in Kiefernwäldern anzutreffen, wo Eichen mitwachsen. Sein bevorzugter Lebensraum sind trockene und helle Orte. Mögliche Vorkommen können aber auch frei stehende Bäume oder Straßenränder sein.

Wie gesagt, geht hier die Gefahr von den Raupen aus. Neben den Forstschäden können bei dem Menschen allergische Reaktionen ausgelöst werden. Die Reaktionen werden durch Brennhaare ausgelöst, welche die Raupe im Laufe ihrer Entwicklung bekommen. Diese Brennhaare können leicht abbrechen und durch die Luft weite Strecken zurücklegen. Aber auch in deren Nestern (Gespinstnestern) verbleiben diese Brennhaare und können auch noch einige Jahre später die Hautreaktionen auslösen.
Am häufigsten finden sich die Nester in Bäumen. Sie können aber auch auf dem Boden liegen. Die Übertragung der Brennhaare erfolgt zu einem über die Luft, aber sie können sich auch an der Kleidung und den Schuhen festsetzen. Wenn es nun zu einem Hautkontakt kommt, lösen die Brennhaare immer eine allergische Reaktion aus.

Die Symptome werden durch ein EiweißgiftThaumetopoein hervorgerufen. Die Hauptsymptome sind punktförmige Rötungen, Schwellungen, Quaddeln am ganzen Körper, Juckreize und Brennen.

Wenn man die Brennhaare einatmet, führt dies zu Reizungen am Mund und den Schleimhäuten. Ferner kann das Einatmen zu einer Bronchitis, Asthma oder zu schmerzhaften Husten führen. Neben diesen Symptomen können manchmal Schwindel, Müdigkeit, Fieber oder Bindehautentzündungen auftreten. Seltener kann es bei empfindlichen Personen zu Schock-Reaktionen kommen.
Wenn es zu einem Kontakt mit dem Eichel-Prozessionsspinner kommt, sollte man auf jedem Fall seinen Hausarzt aufsuchen - diesem auch auf den Kontakt mit der Raupe hinweisen - und sich von dem Arzt behandeln lassen.




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Fuchsbandwurm bei Wikipedia
PDF des REGIERUNGSPRÄSIDIUM STUTTGART/ LANDESGESUNDHEITSAMT

Tollwut bei Wikipedia
Tollwut, PDF des Auswärtigen Amt
Zecken bei Wikipedia
Zecken bei zecke.de

Eichenprozessionsspinner bei wald-und-holz.nrw.de
Eichenprozessionsspinner, PDF des Bayrischen Landesamtes für Wald und Forstwirtschaft.
Eichenprozessionsspinner bei Wikipedia



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