Herbst-Titelbild. Alte Windwurffläche- heute mit Forstkulturen bepflanzt

Wald Info


Etwa 11,1 Millionen Hektar Wald (was etwa 1/3 des Bundesgebietes darstellt) gibt es in Deutschland. Und falls jemand meinen sollte, dass der Wald niemand gehören sollte, irrt sich. Die Eigentümer der Wälder sind der Bund mit 3%, die Waldbauern (rund 2 Millionen private Besitzer) mit 44%, die Körperschaften (Landkreise, Gemeinden und Kirche) mit etwa 19% und die Treuhand mit 5%.
Die häufigsten Bäume sind Fichte, Kiefer, Buche und Eiche. Die Fichte ist mit 26% des Bestandes der wichtigste Baum der Holzwirtschaft. Den Fichten folgen die Kiefern mit rund 23% und als Nächstes kommt die Buche mit etwa 16% des Waldbestandes.

Neben dem Lebensraum für Tiere und Pflanzen hat er noch einiges mehr zu bieten. Er bietet viele Funktionen, die als selbstverständlich hingenommen werden, und über die sich die meisten wahrscheinlich noch nicht einmal Gedanken gemacht haben, oder sich damit befasst haben.
Eine Funktion ist die Erholungssuche. Auch wir als Geocacher nutzen sie meist regelmäßig, wenn es uns mal wieder zu der Jagd nach der Dose zieht.

Aber er bietet noch einiges mehr und nimmt einen großen Einfluss auf unser Leben. Neben den Ozeanendie rund 80% des Sauerstoffes produzieren produzieren Pflanzen und gerade die Wälder kostenlos unseren Sauerstoff. Dabei ist der Sauerstoff eigentlich nur ein "Abfallprodukt" aus der FotosyntheseDas Wort "Fotosynthese" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Licht" (photos) und "Zusammensetzung" (synthesis). Das heißt also, dass die Fotosynthese etwas unter dem Einfluss von Licht zusammensetzt. Das Licht, die Energie, bezieht die Pflanze von der Sonne.

Mit der Aufnahme der Umgebungsluft und der Energie der Sonne entsteht die Fotosynthese. Durch die Aufnahme von Kohlendioxid (CO2) entstehen mit Wasser und Salze Glucose, Stärke und Eiweiße. Und natürlich entsteht dadurch das "Abfallprodukt" Sauerstoff, welches jedes Lebewesen benötigt. Ein anderer Prozess, der zeitgleich mit der Abgabe von Sauerstoff passiert, ist die Aufnahme von Kohlendioxid (CO2). Aus diesem Kohlendioxid bildet die Pflanze nun, zusammen mit Wasser und Salzen, die Stoffe Glucose, Stärke und Eiweiße.

Dieser Vorgang sieht in der chemischen Gleichung so aus.

6CO2 + 12H2O + Licht -> C6H12O6 + 6O2 + 6H2O
Für die Schule wird diese Formel verwendet:
6CO2 + 6H2O + Licht -> C6H12O6 + 6O2

Die Bedeutung der Zeichen ist:
6CO2 steht für Kohlendioxyd
6H2O ist Wasser
C6H12O6 ist Zucker (Glukose/ Einfachzucker)
6O2 stellt den Sauerstoff dar.
aber bekanntlich lebensnotwendig. Eng verknüpft mit der der Fotosynthese wird auch ersichtlich, weswegen der Wald (Bäume und Boden) als CO2 Speicher gelten. Etwa 270 kg Kohlenstoff enthält ein Kubikmeter Holz. Der Kohlenstoff wird in Holz, Wurzeln, Laub und Nadel gespeichert. In Deutschland werden etwa 1,2 Milliarden Tonnen des Kohlenstoffes in den Baumbestandteilen (Stämme, Äste, Laub) und etwa die gleiche Menge im Waldboden gespeichert. Diese Kohlenstoffbindung entspricht etwa 15% der durch die privaten Haushalte entstandenen CO2-Belastung. .

Aber nicht nur aus diesem Gründen hat der Wald eine große Bedeutung. Ferner hat er einen hohen Einfluss auf das Trinkwasser. Er dient hier als Filter und Speicher des Wassers. Ferner kann durch die Taubildung, den Regen und der Wasseraufnahme des Baumes, das Wasser bis in die Blätter gelangen. Dort kann es verdunsten und wird an die Luft abgeben. Diese Verdunstung führt dazu, dass es im Sommer bis zu 2-3 °C kühler ist als außerhalb des Waldes. Das durch die Luft aufgenommene Wasser fällt dann mit dem Regen zurück auf die Erde.

Beim Regen wird aber nicht das ganze Wasser aufgenommen. Ein Teil des Wassers wird in Moosen gespeichert und ein weiterer Teil des Wassers fließt auf der Oberfläche ab und wird zumeist in Wassergräben gesammelt. Dort kann es dann nach und nach versickern. Der größte Teil des Regenwassers versickert aber im Waldboden. Der Waldboden hat eine gewisse Fähigkeit das Wasser zu speichern. Das Wasser, was er nicht mehr aufnehmen kann versickert noch tiefer, wobei es gefiltert wird und gelangt in das Grundwasser. Hier kann das Wasser dann Quellen bilden oder kontrolliert in Bäche und Flüsse abfließen. Aber natürlich, kann das Wasser auch in Wasserwerken gefördert werden und dort zu Trinkwasser aufbereitet werden.

Aber diese Speicherfähigkeit des Bodens hat auch einen wichtigen Einfluss in bergigen Gegenden. Hier hilft der gesund Waldbodenausreichendes Wurzelwerk, Kleinstlebewesen Schlammlawinen zu stoppen, oder sie gar nicht erst entstehen zulassen.
In bergigen Gebieten macht man sogar Beregnungstest. Dabei wird mir einer bestimmte Menge Wasser der Wald künstlich beregnet. Der Boden und die Pflanzen nehmen dann eine entsprechende Menge Wasser auf. Das überschüssige Wasser fließt dann oberirdisch oder in Erdschichten hangwärts (bergab). In einem entsprechenden Abstand wird dann dieses Wasser aufgefangen und gemessen. Aufgrund der Messdaten kann dann ermittelt werden, wie es mit der Speicherfähigkeit des Bodens bestellt ist. Und man kann daraus erkennen, ob eine Lawinengefahr besteht und ob vielleicht Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen.

Aus diesen Gründen, Erholung, Sauerstoffproduzent, CO2-Senker, Wasserhaushalt und Schutzfunktion sollte sich jeder Geocacher überlegen, wo und vor allem wie er einen Geocache versteckt. Aber das sind nicht die einzigen Gründe. Wie bereits erwähnt bietet und bildet der Wald Lebensgemeinschaften aus Pflanzen und Tiere, die sehr empfindlich auf Störungen reagieren können.


Auf der folgenden Seite gehe ich zunächst auf den Wirtschaftsfaktor Wald ein. Denn gerade hier werden Geocacher am ehesten mit den Waldeigentümern aneinandergeraten. Sei es wegen der Erlaubnis oder aber auch durch Schäden, die durch das Verstecken von Geocaches entstehen. Auch hier werde ich versuchen die Zusammenhänge erklären und hoffe, dass wir Geocacher beim nächsten Cache auch einmal diese Punkte berücksichtigen werden. ...




HP Logo

Links zu dieser Seite


Durch das Anklicken des / der Links öffnet sich ein weiteres Fenster zu einer externen Webseite Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich.



Stiftung Unternehmen Wald
Landesbetrieb Wald und Holz NRW



Online seit dem

Zuletzt aktualisiert am