Herbst-Titelbild. Alte Windwurffläche- heute mit Forstkulturen bepflanzt

Wild und andere Tiere


Man könnte sich fragen, was hat Geocaching mit Wild und Tieren zu tun hat. Gerade bei diesem Punkt kann es regelmäßig bei Geocachern zu Konflikten mit Jägern und Naturschützern kommen. Der Jäger fürchte hier eine Beeinträchtigung des Wildes, welches er hegt und pflegt. Der Naturschützer hat Bedenken, dass die Geocacher bedrohte Tiere gefährden, stören oder sie aus ihrem vertrauten Lebensraum verdrängt. Beide Gruppen versuchen, mit ihren Mitteln den Bestand der Tiere zu sichern und zu schützen.


Nun aber zum Thema. Hier schauen wir einmal, wo der Unterschied zwischen dem Wild und den anderen Tieren ist.


In Deutschland gibt es etwa 45000 verschiedene Tierarten. Von diesen Tieren sind 33500 Insekten, 3800 Spinnenarten, 3000 Blattwürmer und Fadenwürmer und rund 1000 Krebsarten.
Von den ursprünglich 742 Wirbeltieren - überwiegend Knochenfische und Vögel - gelten heute in Deutschland 36 Arten bereits als ausgestorben. Nur 91 der Arten waren Säugetiere, von denen bereits 12 Arten als ausgestorben gelten. Die einzige Primatenart, der Homo sapiensMensch, ist entgegen anderer internationalen Statistiken, in den deutschen Statistiken nicht enthalten.


Hier möchte ich noch einmal auf die Roten Listen verweisen. Diese Listen sind wissenschaftliche Fachgutachten, die jedem zugänglich sind. Darin wird der Gefährdungsstand einiger Arten untersucht. In diesen Gutachten wird versucht eine Vorhersage/Aussage über ausgestorbene, verschollene und gefährdete Tierarten, Pflanzenarten, Pilzarten, Pflanzengesellschaften, Biotoptypen und Biotopkomplexe zu machen.
Diese Aussagen werden aufgrund von zusammengestellten Daten wie den Bestand und der Wachstumsrate getroffen.



Weitere Informationen und die Listen findet ihr über einen Linke am Ende dieser Seite.


Das war ein schneller Überblick, über den deutschen Tierbestand und die Roten Listen. Jetzt muss man nur einmal schauen, was denn nun Wild ist.


Der Begriff Wild kommt aus dem Jagdwesen. Natürlich handelt es sich bei dem Wild auch um Tiere.
Der Unterschied ist der, dass diese Tiere nach dem §2 des Bundesjagdgesetzes als jagdbar gelten. Im § 2 des Bundesjagdgesetzes sind 48 Tiere aufgelistet, die zur Jagd freigegeben sind. Zusätzlich können die Bundesländer weitere Tiere als Wild in diese Liste aufnehmen.

Das Jagdrecht selbst wird im § 1 des Bundesjagdgesetzes erklärt. Hierbei wird den Jagdausübenden (Jäger) die Befugnis gegeben auf einem bestimmten Gebiet (seinem Jagdrevier) wild lebende Tiere - die dem Jagdrecht unterliegen - zu jagen. Für dieses Jagdrecht sind die Jäger zur Pflege und Hege des Wildes verpflichtet.

Die Pflicht der Hege umfasst die Erhaltung von angepassten, artenreichen und gesunden Wildbeständen. Ferner ist der Jäger für die Pflege und Sicherung der Lebensgrundlage des Wildes verantwortlich. Diese Verpflichtung hat der Jäger so durchzuführen, dass es zu keiner Beeinträchtigung der Landwirtschaft, des Forstes oder der Fischerei kommt. Solche Beeinträchtigungen können zum Beispiel Wildschäden wie der Verbiss oder die Schälung sein.


Das Wild selbst wird noch weiter eingeteilt in Schalenwild, Federwild, Haarwild, Hochwild und Niederwild.



Ferner wird noch zwischen Hochwild und Niederwild unterschieden.

Die Bedeutung von Hochwild und Niederwild reicht bis ins Mittelalter zurück. Früher war es nur dem Hochadel erlaubt bestimmte Tiere zu jagen. Nur Königen und Landesherren war es erlaubt, das Hochwild zu jagen. Zu diesem Hochwild zählten das Schalenwild und einige Vögel wie der Auerhahn, der Steinadler oder der Seeadler. Regional kamen aber auch noch andere Tiere infrage, wie der Luchs oder der Fasan. Eine Ausnahme stellt das Reh da, welches als einziges Schalenwild nicht zu dem Hochwild zählt. Das lag wohl an seinem recht kleinen Geweih, was sich in der Trophäensammlung sicher nicht so gut machte.
Das restliche Wild wurde als Niederwild bezeichnet. Dieses Wild durfte auch vom niederen Adel oder Berufsjägern bejagt werden.


Die Begriffe Hochwild und Niederwild gibt es noch bis heute. Nicht nur in der Unterscheidung des Wildes sonder auch bei den Jagdrevieren. Hier unterscheidet man heute immer noch Niederwildreviere und Hochwildreviere und zeigt schon einmal an, welche Tierarten am häufigsten in ihnen vertreten sind.


Ehe ich hier von dem Thema "Wild und andere Tiere" zu weit abwandere und zu tief in das Jagdrecht / Jagdwesen eintauche, komme ich nun zu den folgenden Unterseiten dieser Themengruppe.

Zu Beginn starte ich hier mit zwei Seiten. Die eine Seite befasst sich mit der Fledermaus, da dieses Tier wird am häufigsten von den Naturschützern in Verbindung mit Geocaching genannt.
Auf der zweiten Seite gibt es eine Gegenüberstellung von dem Reh und den Rothirsch. Meistens wird von der Jägerschaft der Rothirsch/das Rotwild bei Problemen mit dem Geocaching genannt. Am häufigsten in Verbindung mit Nachtcaches und einer Erhöhung der Unfälle in solchen Gebieten.
Das Reh habe ich dem Rothirsch einmal gegenübergestellt. Zum einem denke ich, dass die meisten die Unterschiede und die unterschiedlichen Verhaltensmerkmale der beiden Tiere nicht kennen. Diese unterschiedlichen Verhaltensweisen der beiden Arten kann auch ein Grund sein weswegen Rotwild scheinbar mehr auf Störungen (Unfallhäufung) reagiert als das Reh.
Interessant ist auch, dass das Reh dank der guten Hege und Pflege heute zu den am meisten gejagten Tieren gehört. Erkennbar ist es an den Abschüssen, während in Deutschland in den 70ern Jahren noch zwischen 600000 und 700000 Rehe erlegt wurden, sind es in den letzten Jahren 1100000+hiervon muss noch das Fallwild (durch Unfälle oder auf natürliche Art gestorbene Tiere) abgerechnet werden. Die Zahlen lagen hier zwischen 170000 und 214000 Tieren zwischen dem Jahr 2008 und 2012 Rehe gewesen. Beim Rothirsch lagen die Abschüsse in den letzten Jahren bei rund 67000 Tieren.
Hierbei ist anzumerken, dass das Reh weiter verbreitet ist als dar Rothirsche und das beide Arten nie zusammen in einem Revier leben. Im Jahr 2004 gab es bundesweit 142 behördlich festgelegte Rothirsche-Bezirke. 10 dieser Bezirke waren in NRW, wo etwa 6200 Tiere lebten.

In NRW gelten folgende Gebiete als Rotwild-Bezirke:
Nordeifel, der Königsforst-Wahner Heide, im Nutscheid, das Ebbegebirge, das Siegerland-Wittgenstein-Hochsauerland, der Arnsberger Wald Brilon-Büren, das Eggegebirge-Teutoburger Wald-Senne, Minden, der Dämmerwald-Herrlichkeit Lembeck und der Reichswald Kleve.
(Diese Angaben sind Stand 2004)


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