Herbst-Titelbild. Alte Windwurffläche- heute mit Forstkulturen bepflanzt

Zusammengefasst


Hier habe ich noch einmal eine Zusammenfassung der Gesetze. Auf die Nennung der Paragrafen verzichte ich hier weitestgehend, da sie in den Seiten zuvor aufgegliedert sind. Lediglich im Bezug auf das Eigentumsrecht greife ich noch einmal einen Paragrafen auf.


Betretung


Das Betreten des Waldes ist generell zu jeder Tageszeit erlaubt. Das Verlassen der Wege ist gestattet, wobei hier Hunde an der Leine geführt werden müssen.

Es ist allerdings nicht gestattet, folgende Bereiche des Waldes zu betreten:


  1. Forstkulturen, Forstdickungen, Saatkämpen und Pflanzgärten,
  2. ordnungsgemäß gesperrt und gekennzeichneter Waldflächen
  3. Waldfläche auf denen Holz eingeschlagen und aufbereitet wird
  4. sowie forstwirtschaftliche, jagdliche, imkerlichen und teichwirtschaftliche Einrichtungen

In den meisten Bundesländern ist vom 1. März bis zum 31. Oktober das Rauchen verboten.
In Sachsen-Anhalt gilt bereits vom 15. Februar bis 15. Oktober ein Rauchverbot.
In Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen herrscht ein ganzjähriges Rauchverbot.

In Feld und Flur hat man zwar keine generelle Betretungserlaubnis, aber man hat eine Befugnis. Der allgemeine Grundsatz sagt, dass das Betreten der freien Landschaft auf Straßen, Wegen und auf ungenutzten Flächen gestattet ist.

Durch das LG-NRW werden private Wege und Pfade freigegeben. Auch Wirtschaftswege und Feldraine sind damit eingeschlossen. Ferner dürfen Böschungen, Öd- und Brachflächen und anderer landwirtschaftlich nicht genutzter Flächen zum Zwecke der Erholung auf eigene Gefahr aufgesucht werden.


Im Allgemeinen gelten folgende Grundsätze in Feld und Flur:


Es ist verboten,
  1. wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten
  2. wild lebende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen oder zu nutzen oder ihre Bestände niederzuschlagen oder auf sonstige Weise zu verwüsten
  3. Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.


Ferner ist es nicht gestattet Höhlen, Stollen, Erdkeller oder ähnliche Räume, die als Winterquartier von Fledermäusen dienen, in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. März aufzusuchen.

Zudem schreibt das LG-NRW noch vor, dass Bäume oder Felsen mit Horsten (Nestern) und Bruthöhlen nicht gefällt oder bestiegen werden dürfen. (Zu dem Thema Klettercaches)

In Naturschutzgebieten, ist das Verlassen der Wege nicht gestattet.


Soweit erst einmal zu dem Betreten. Hier noch einmal der Hinweis, dass die Eigentümer generell berechtigt sind, Maßnahmen zu ergreifen, wenn nachweislich eine erheblich Beeinträchtigen und Störung vorliegt.


Eigentumsrechte


Jeder Geocacher sollte sich im Klaren sein, dass er für das Verstecken des Geocache eine Erlaubnis braucht. Auf geocaching.com findet man es in der Guideline unter Punkt 1.2.

In der Erweiterung der Geocache Listing Requirements / Guideline findet man folgende Aussagen, die hier sicher treffend sind:


  1. Alle lokalen Gesetze und dokumentierte Landverwaltungspolicen (Landverfahrensweisen) gelten.
  2. Sie versichern uns, dass Sie die Erlaubnis des Grundbesitzers und/oder des Landmanagers haben, ehe sie einen Geocache verstecken, egal ob auf privaten oder öffentlichen Grund.
  3. Geocaches werden nie begraben.
  4. Gelegte Geocaches beschädigen, verunstalten oder zerstören kein öffentliches oder privates Eigentum.
  5. Die Natur und das natürliche Klima werden nicht durch die Folgen von Geocaching geschädigt.
[Übersetzt aus der Guideline von geocaching.com.]

Also, die Guideline von geocaching.com gibt diesbezüglich eine klare Vorgabe. Und jeder Geocacher sollte sich dem entsprechend auch verhalten.

Oft kommt von den Seiten der Geocacher dann die Aussage: Woher soll ich denn wissen wem der Wald oder das Flurstück gehört?

Aber diese Aussage ist dann wohl eher die Bequemlichkeit oder Angst vor der Reaktion. Meistens reicht es schon aus, beim nächsten Bauernhof, Jäger oder Förster zu fragen wem das Feld oder der Wald gehört. Alle drei wissen in der Regel wem die Flächen in der Nachbarschaft gehören. Und gerade die örtlichen Jäger oder Förster wissen ganz sicher was, wo und ob es geht einen Cache dort zu verstecken.


Welche Möglichkeiten hat der Eigentümer?


Der Eigentümer kann sich hier auf den §1004 BGB berufen.
Wenn sein Eigentum durch Entziehung oder Vorenthaltung beeinträchtigt wird, kann er von dem Störer (Cache-Owner) die Beseitigung verlangen. Sollte der Störer dem nicht nachkommen kann der Eigentümer auch auf Unterlassung klagen.

Das heißt, dass der Eigentümer die Beseitigung und Unterlassung von wahrnehmbaren Beeinträchtigungen verlangen kann. Und das Verstecken und suchen eines Caches kann ganz sicher eine Beeinträchtigung darstellen.

Wenn man jetzt denkt, dass es fast unmöglich ist den Owner zu finden, täuscht sich.
Auch die Eigentümer haben ihre Mittel und Wege bis in die Kreise der Geocacher vorzustoßen. Die erste Möglichkeit ist für sie, sich selber auf den Plattformen zu registrieren und die Leute direkt anzuschreiben.
Ferner haben sie die Möglichkeit über das Umweltministerium des Landes NRW. Dort können sie sich beschweren. Und seit einiger Zeit sind in dem Ministerium Kontaktdaten von Reviewern hinterlegt, an die sich das Ministerium wenden kann um solche Angelegenheiten zu klären und diese zu unterbinden (Cache Archivierung).

[Einen Guten Beitrag hierzu findet ihr auf "Geocaching-MS.de"]




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Die Guideline
Erweiterung der Guideline von Groundspeak
§1004
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